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Aktuelles 

Nächstes Treffen der BI- Mitglieder :

   

Donnerstag, dem 17.03.2016 um 19:30 Uhr

Restaurant „Thessaloniki“ in Burlafingen

 

  

Der Ausbau der B10 betrifft auch die Bürger vom Wiley und von Ludwigsfeld.

 

Worum geht es - kurz und Knapp      

Die Bürgerinitiative für das Pfuhler Ried führt am 24.2.2016 eine Info-Veranstaltung in Ludwigsfeld, welche sich an die Bewohner vom Wiley und von Ludwigsfeld richtet durch.   Anlaß hierfür ist die sogenannte Südspange zwischen Breitenhof und dem technisch bereits vorhandenen Anschluss an die B 30.   Die Südspange, ist  jetzt für den neu aufzustellenden Bundesverkehrswegeplan 2015/2016 wieder von der Bay. Staatsregierung zur Aufnahme angemeldet worden. Das kann bedeuten, daß sie in den vordringlichen Bedarf oder aber nur in den weiteren Bedarf aufgenommen wird.   Es läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der B10 zwischen der Breitenhofstraße und der A7. Dies betrifft auch die Anwohner im Wiley und von Ludwigsfeld.   Größere Straßen ziehen mehr Verkehr an. Aus den Planunterlagen des Staatl. Bauamts Krumbach ergibt sich im Falle des Ausbaus der B10 für 2030 ein prognostiziertes Verkehrsaufkommen von täglich über 34.100 Fahrzeugen. (jeweils bezogen auf den von uns bemängelten Teil zwischen Breitenhofstraße und der Abfahrt Burlafingen/Steinheim. Zwischen der Breitenhofstrasse u. der Wiblingerstrasse ist die Vekehrsbelastung deutlich höher)   Ohne den Ausbau läge das Verkehrsaufkommen lediglich bei ca. 23.000 Fz/Tag.   Wir gehen davon aus, dass die Europastraße als Durchfahrt durch die Stadt bis zur Wiblingerstraße eine solche Verkehrsbelastung nicht bewältigen kann und dass mit dem Ausbau der B10 ein dahin gehender Sachzwang geschaffen wird, entgegen aller Beteuerungen die Südspange doch zu bauen. Die entsprechende Schneise wird seit Jahren von jeglicher Bebauung freigehalten.   Der Antrag der bayerischen Staatsregierung auf Aufnahme der Südspange in den Bundesverkehrswegeplan bestätigt unsere Befürchtungen.    Würde die Südspange kommen, dann wären die Bewohner vom Wiley und von Ludwigsfeld ganz massiv betroffen.   Diese Option auf den Bau der Südspange muß komplett und dauerhaft beseitigt werden, damit diese Gefahr für die nähere und ferner Zukunft gänzlich entfällt.   Ohne den Ausbau der B10 kommt mit größter Wahrscheinlichkeit auch keine Südspange und umgekehrt.   Unterstützen Sie uns und tragen Sie dazu bei, den unsinnigen Ausbau der B10 zu verhindern.        

 

Detailliert -  wenn Sie es genau wissen wollen
 

Der Ausbau der B10 betrifft auch die Bürger vom Wiley und von Ludwigsfeld.   Die Bürgerinitiative für das Pfuhler Ried wendet sich deshalb auch an die Bürger im Wiley und in Ludwigsfeld.
 
Anlaß hierfür ist die sogenannte Südspange zwischen Breitenhof und dem technisch bereits vorhandenen Anschluss an die B 30.   Die Südspange ist jetzt für den neu aufzustellenden Bundesverkehrswegeplan 2015/2016 wieder von der Bay. Staatsregierung dort zur Aufnahme angemeldet worden. Das kann bedeuten, daß sie in den vordringlichen Bedarf oder aber nur in den weiteren Bedarf aufgenommen wird.


http://www.stmi.bayern.de/assets/stmi/vum/strasse/planung/iid2_bvwp_liste_20130312.pdf

http://www.stmi.bayern.de/assets/stmi/vum/strasse/planung/iid2_bvwp_karte_20130312.pdf  


Nach Darstellung der für den Ausbau der B10 zuständigen Sachbearbeiterin handelt es sich hierbei um eine durchaus in Betracht kommende Möglichkeit. Genau dieselbe Einschätzung gab uns ein hochrangiger Mitarbeiter der im Bayerischen Umweltministerium angesiedelten Obersten Baubehörde in einem dort am 17.12.15 geführten Gespräch.  

Tatsache ist, daß die Stadt Neu-Ulm die Trasse für die Südspange frei hält und dies im Flächennutzungs-plan auch so ausgewiesen ist.  


http://nu.neu-ulm.de/de/stadt-politik/stadtentwicklung/stadtplanung/flaechennutzungsplan/    

(siehe dort Anlagen 1-12 à Anlage 4 Verkehr)    


Da müssten eigentlich überall die Alarmglocken aufheulen, denn das ergibt folgende Rechnung:  


freigehaltene Trasse
+ Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan
= Südspange  


Jedenfalls dann, wenn sich nicht alle mit vereinten Kräften dagegen stemmen.   Trauen Sie niemandem, der behauptet, die Südspange komme sowieso nicht.   Denken Sie daran, daß die Stadt Neu-Ulm in einem solchen Verfahren nur ganz schwache Beteiligungsrechte hat, nämlich nur angehört werden muß, mehr nicht. Auch wenn es zutreffend sein sollte, daß derzeit niemand in der Stadt die Südspange will, ist dies keine Garantie für die Zukunft. Wer in 10 oder 15 Jahren hier politisch agiert und welche Meinungen dann zur Südspange vertreten werden, ist völlig offen und nicht vorhersehbar.


Jetzt

 

Handeln statt Herunterspielen und Beschwichtigen !

 
Es läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der B10 zwischen der Breitenhofstraße und der A7. Dies betrifft auch die Anwohner im Wiley und von Ludwigsfeld. Größere Straßen ziehen mehr Verkehr an. Aus den Planunterlagen des Staatl. Bauamts Krumbach ergibt sich im Falle des Ausbaus der B10 für 2030 ein prognostiziertes Verkehrsaufkommen von täglich über 34.100 Fahrzeugen. (jeweils bezogen auf den von uns bemängelten Teil zwischen Breitenhofstraße und der Abfahrt Burlafingen/Steinheim. Zwischen der Breitenhofstrasse und der Wiblingerstrasse ist die Verkehrsbelastung deutlich höher). Der geplante Ausbau der B10 schafft sogar Kapazitäten für bis zu 70.000 Kfz/Tag. Ohne den Ausbau läge das Verkehrsaufkommen lediglich bei ca. 23.000 Fz/Tag. (Quelle: Erläuterungsbericht des Straßenbauamts Krumbach zu den Planfeststellungsunterlagen, S. 15; http://www.regierung.schwaben.bayern.de/Aufgaben/Bereich_3/B_10_Neu-Ulm-Nersingen/PFV_B10_Neu-Ulm-Nersingen.php)  

Ohne Ausbau 23.000 Kfz/Tagmit Ausbau 34.100 Kfz/Tag  

Es ist davon auszugehen, dass die Europastraße als Durchfahrt durch die Stadt bis zur Wiblingerstraße eine so hohe Verkehrsbelastung nicht bewältigen kann. Mit dem Ausbau der B10 würde ein Sachzwang geschaffen, daß die Südspange doch gebaut wird, entgegen allen Beteuerungen.   Die entsprechende Schneise wird seit Jahren von jeglicher Bebauung freigehalten. Zukünftige Entscheidungsträger in der Stadt werden sich dann hinter diesen Sachzwängen verstecken und die Verantwortung ihren Vorgängern zuschreiben.   Der Antrag der bayerischen Staatsregierung auf Aufnahme der Südspange in den Bundesverkehrswegeplan bestätigt unsere Befürchtungen.    Würde die Südspange kommen, dann wären die Bewohner vom Wiley und von Ludwigsfeld ganz massiv betroffen.  

Deshalb:

Die Option auf den Bau der Südspange muß komplett und dauerhaft beseitigt werden, damit diese Gefahr für die nähere und ferner Zukunft gänzlich entfällt.  

Ohne den Ausbau der B10 keine Südspange --mit allergrößter Wahrscheinlichkeit— denn:
Von der künftigen Größe der B10 hängt deren zukünftige Verkehrsbelastung ab.  

Unterstützen Sie uns deshalb bei unserem Kampf gegen den Ausbau der B10. Jetzt !  

 

Sollte der Planfeststellungsbeschluß die völlig überdimensionierte Planung genehmigen, dann werden wir eine Klage hiergegen einreichen. Senden Sie uns bitte Ihre E-Mail Adresse, wenn Sie möchten, dass wir unseren Spendenaufruf dann auch an Sie als potentiellen Unterstützer senden können. Außerdem erhalten Sie dann unsere aktuellen Informationen, die Einladungen zu unseren Treffen und Veranstaltungen. Sie sind auch herzlich eingeladen, unserer Bürgerinitiative beizutreten. Jedes weitere Mitglied gibt ihr zusätzliches Gewicht.  

Senden Sie uns eine kurze Nachricht an folgende Adresse:  

kein-B10-Ausbau@web.de

    Was können Sie noch tun?
Wenden Sie sich an die Stadtverwaltung, rufen Sie dort an oder schreiben Sie dort hin und tragen Ihre ernsthafte Besorgnis und Ihre Anliegen vor und verlangen Sie, daß sich auch die Stadt Neu-Ulm entschieden gegen den Ausbau der B10 ausspricht.    

Ohne den Ausbau der B10 keine Südspange und umgekehrt.  
Unterstützen Sie uns und tragen Sie dazu bei, den unsinnigen Ausbau der B10 zu verhindern.
 

Spenden Sie für die aller Voraussicht nach notwendig werdende Klage gegen den B10-Ausbau:    

 

Spendenkonto : Bund

Naturschutz in Bayern e.V.

IBAN: DE 04 7305 0000 0441 2322 95

Stichwort B10

 

 

 Unser Flugblatt : BI-PfuhlerRied_web.pdf   

 

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Der Ausbau der B10 betrifft auch die Bürger vom Wiley und von Ludwigsfeld.

Die Bürgerinitiative für das Pfuhler Ried führt am 24.2.2016 eine Info-Veranstaltung in Ludwigsfeld, welche sich an die Bewohner vom Wiley und von Ludwigsfeld richtet durch.

Anlaß hierfür ist die sogenannte Südspange zwischen Breitenhof und dem technisch bereits vorhandenen Anschluss an die B 30.

Die Südspange, ist jetzt für den neu aufzustellenden Bundesverkehrswegeplan 2015/2016 wieder von der Bay. Staatsregierung zur Aufnahme angemeldet worden. Das kann bedeuten, daß sie in den vordringlichen Bedarf oder aber nur in den weiteren Bedarf aufgenommen wird.

Es läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der B10 zwischen der Breitenhofstraße und der A7. Dies betrifft auch die Anwohner im Wiley und von Ludwigsfeld.

Größere Straßen ziehen mehr Verkehr an. Aus den Planunterlagen des Staatl. Bauamts Krumbach ergibt sich im Falle des Ausbaus der B10 für 2030 ein prognostiziertes Verkehrsaufkommen von täglich über 34.100 Fahrzeugen. (jeweils bezogen auf den von uns bemängelten Teil zwischen Breitenhofstraße und der Abfahrt Burlafingen/Steinheim. Zwischen der Breitenhofstrasse u. der Wiblingerstrasse ist die Vekehrsbelastung deutlich höher)

Ohne den Ausbau läge das Verkehrsaufkommen lediglich bei ca. 23.000 Fz/Tag.

Wir gehen davon aus, dass die Europastraße als Durchfahrt durch die Stadt bis zur Wiblingerstraße eine solche Verkehrsbelastung nicht bewältigen kann und dass mit dem Ausbau der B10 ein dahin gehender Sachzwang geschaffen wird, entgegen aller Beteuerungen die Südspange doch zu bauen. Die entsprechende Schneise wird seit Jahren von jeglicher Bebauung freigehalten.

Der Antrag der bayerischen Staatsregierung auf Aufnahme der Südspange in den Bundesverkehrswegeplan bestätigt unsere Befürchtungen.

Würde die Südspange kommen, dann wären die Bewohner vom Wiley und von Ludwigsfeld ganz massiv betroffen.

Diese Option auf den Bau der Südspange muß komplett und dauerhaft beseitigt werden, damit diese Gefahr für die nähere und ferner Zukunft gänzlich entfällt.

Ohne den Ausbau der B10 kommt mit größter Wahrscheinlichkeit auch keine Südspange und umgekehrt.

Unterstützen Sie uns und tragen Sie dazu bei, den unsinnigen Ausbau der B10 zu verhindern.

 

 

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Leider hatte er sich in unseren aktuellen Flyer ein Fehler eingeschlichen :

Die vollständige IBAN des Spendenkontos lautet: IBAN: DE 04 7305 0000 0441 2322 95

( Spendenkonto : Bund Naturschutz in Bayern e.V , Stichwort B10 )

 

 


 

 

Petition

Die Bürgerinitiative für das Pfuhler Ried in Neu-Ulm hat eine Antwort auf die Petition erhalten. Wir werden sie in der nächsten Zeit hierveröffentlichen.

 

 

 

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Offener Brief eines Burlafinger Bürgers an den OB und

den Stadtrat der Stadt Neu-Ulm

  

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Stadträtinnen/Stadträte,

die B 10 durchs Pfuhler Ried soll umgebaut werden, in eine autobahnähnliche Bundesstaße mit 31 m Breite! Und dies in einem Naturschutzgebiet! Ohne Zweifel muß sich an der derzeitigen Verkehrssituation auf dem infrage stehenden Teilstück der B 10 etwas ändern. Alle sind sich einig, daß für die Staus besonders zu den Berufsverkehrszeiten in erster Linie und nach meiner Überzeugung nur der Kreuzungsverkehr mit den entsprechenden Ampeln schuld ist. Wiederum alle sind sich einig, daß dies geändert werden muß: Kleeblatt an der Autobahn A 7, Otto-Hahn-Straße und Finninger Straße/Breitenhof Untertunnelungen oder Brückenbauwerke. Aber zwischen diesen neuralgischen Punkten durchs R i e d 4-spurig mit Standspuren und 7 m breitem Mittelstreifen und somit 31 m Gesamtbreite? Nein, das dürfen wir nicht zulassen! Und es ist auch nicht notwendig! Es muß doch zumutbar sein, daß in den vielleicht 3 "rush hours" am Tag auf den jetzigen Spuren für diese lächerlichen 5 km hintereinander mit 80 km/h gefahren wird - ggf. grundsätzlich auf diesem Teilstück mit Überholverbot. Ist es denn auch nicht zumutbar, den Fernverkehr - vor allem den LKW-Verkehr aus dem Bodenseeraum (B 28 / B 30) - über das Hittisstettener Autobahndreieck zu führen? Es ist auch bei weitem noch nicht einzuschätzen, wie sich die vorhandenen beiden einspurigen Tunnelsysteme doch noch als Nadelöhre erweisen könnten. Das zusätzliche Lärmproblem, das es dann so nicht geben wird, wäre weitestgehend auch gelöst. Es genügt doch jetzt schon, wenn vor allem wir Burlafinger (bes. Burlafingen-Süd) aber auch Pfuhler bei Süd- oder Südwestwind von der B 10 und auch bei Ostwind von der A 7 erheblichen Lärm ertragen müssen. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass bei diesen beiden Schönwetterlagen nunmal die Leute sich auf ihren Terrassen oder in den Gärten aufhalten! Warum nicht doch dies in einer ersten Bauphase so verwirklichen? Man wird sehen, wie sich der Verkehr weiter entwickelt. Vielleicht kommt man doch noch zu der verkehrspolitischen Einsicht, wenigstens den LKW-Fernverkehr mehr auf die Schiene zu verlagern oder der eine oder andere PKW-Fahrer erkennt, dass er oft zweckmäßigerweise und günstiger den öffentlichen Nahverkehr nutzen könnte. Dieser sicher wichtige Teilausbau kostet weniger und wäre schneller zu verwirklichen. Ein Vollausbau, wenn nötig, kann später immer noch nachgeholt werden. Es ist zu wenig, nur den Mittelstreifen von 7 m auf evtl. 3 - 4 m zu reduzieren! Bitte überdenken Sie nochmals die Situation! Zerstören Sie nicht noch den Rest unseres wichtigen Naherholungsgebietes!

Mit freundlichen Grüßen       

Werner Mayer Neu-Ulm/Burlafingen

 

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 Bericht zur B10 im Pfuhler Ried im Regio TV
 

Link zum Bericht im Regio TV

 

 

 

 


 

 

Augsburger Allgemeine Zeitung  27.02.2015

Von Katharina Dodel

 


Mit Vollgas gegen den B-10-Ausbau


Neues Gutachten soll klären, wie viele Fahrzeuge auf der Bundesstraße zwischen Neu-Ulm und Nersingen unterwegs sind. Dabei bekommen die Naturschützer Unterstützung.
Die B10 zwischen Neu-Ulm und Nersingen soll vierspurig ausgebaut werden – so der Plan des Staatlichen Bauamts Krumbach und der Regierung von Schwaben. Doch Naturschützer und einige Bürger haben etwas gegen diese Pläne und wollen mit einem neuen Verkehrsgutachten dagegen vorgehen.

 

 

Foto: Alexander Kaya


Das soll eine der wichtigsten Fragen klären, die überhaupt ausschlaggebend ist, dass die Bundesstraße ausgebaut wird: Sind wirklich so viele Autos dort unterwegs? Die Regierung von Schwaben und das Staatliche Bauamt stützen sich und das gesamte Bauvorhaben auf ein Verkehrsgutachten und gehen von rund 36000 Fahrzeugen aus, die im Jahr 2030 pro Tag auf der Bundesstraße unterwegs sein werden. Diese Zahl zweifeln die Bürgerinitiative und der Bund Naturschutz an. Letzterer hat daher nun vor wenigen Tagen ein neues Gutachten, das von einem externen Fachbüro erstellt wird, in Auftrag gegeben.
Beim Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren, bei dem alle Bedenkenträger ihre Einwände vorbringen konnten, sei es „mehr als offensichtlich gewesen, dass etwas am Gutachten nicht passt“, sagt Bernd Kurus-Nägele von der Kreisgruppe des Bund Naturschutzes. Er kritisiert, dass in das Gutachten vermeintliche B10-Nutzer miteinbezogen wurden, die in der Praxis nicht auf dieser Strecke unterwegs seien – Kurus-Nägele nennt als Beispiel Thalfingen. „Wenn ein Bürger von dort nach Ulm will, nutzt er doch nicht die B10 – das darf dann aber auch nicht ins Gutachten mit eingerechnet werden“, sagt der Naturschützer. Die neue Verkehrszählung soll nun Klarheit bringen.
Die besorgten Bürger und Mitglieder der Initiative schließen sich dem Vorhaben des Bund Naturschutzes an. Da das Gutachten mehrere Tausend Euro kosten wird, „werden wir Spenden sammeln, damit es bezahlt werden kann“, sagt Walter Zerb, der mit einigen anderen Bürgern die Gemeinschaft leitet, die sich beim jüngsten Treffen den offiziellen Namen „Bürgerinitiative für das Pfuhler Ried“ gegeben hat. Die Gruppe, die derzeit aus etwa 30 Mitgliedern bestehe, aber stetig wachse, möchte nun noch mehr Vollgas geben: Nach Zerbs Angaben sind einige Bürger gerade dabei, eine Internetseite sowie Flugblätter mit den Vorschlägen der Gegner zu erarbeiten, die in den nächsten ein bis zwei Wochen veröffentlicht werden sollen. „Viele Leute bejahen den vierspurigen Ausbau einfach deshalb, weil es ihnen lange als einzige Lösung präsentiert wurde. Wir wollen zeigen, dass es auch andere, landschaftsschonendere Maßnahmen gibt.“ Der Meinung ist auch Naturschützer Kurus-Nägele: „Ziel muss es sein, möglichst wenig Fläche zu verbauen.“ In den nächsten Wochen wird sich zeigen, was das Staatliche Bauamt dazu sagt, das derzeit die Einwände prüft. Kurus-Nägele jedenfalls hofft, dass sich ein „fairer Kompromiss“ finden lässt, der die Verkehrssituation verbessert und den Landschaftsverbrauch verhindert.

 


 

 

Augsburger Allgemeine Zeitung 24.02.2015


B10-Ausbau: Gegner planen nächsten Schritt


Bürgerinitiative hat einen Vorstand gewählt und veranstaltet nun ein Treffen
Weil sie den vierspurigen Ausbau der B10 zwischen Neu-Ulm und Nersingen für unnötig halten und sie dagegen vorgehen wollen, haben sich einige Bürger zu einer Initiative zusammengeschlossen (wir berichteten). Die Gruppe hat bereits einen Vorstand gewählt und plant bereits ein weiteres Treffen.
Dieses soll am Mittwoch, 25. Februar, um 19.30 Uhr in den Seestuben (Seehalle) in Pfuhl, Holzstraße 37, stattfinden. Der Vorstand der Bürgerinitiative besteht nun aus vier Mitgliedern: Christl Balzer, Eva Mettke, Wolf-Dieter Franz und Walter Zerb.
Wie bereits berichtet, planen die Regierung von Schwaben und das Staatliche Bauamt Krumbach, die B10 zwischen Neu-Ulm und der Autobahnanschlussstelle Nersingen von zwei auf vier Spuren zu erweitern. Kürzlich wurden die Einwände von Behörden und Privatleuten bei einem Erörterungstermin dem Bauamt vorgetragen. Nun wird voraussichtlich ein Planfeststellungsbeschluss folgen. Auf diesen möchte sich die Bürgerinitiative vorbereiten und prüft daher Möglichkeiten, einzelne Kläger, die gegen diesen Beschluss oder gegen eine Enteignung klagen wollen, zu unterstützen. Unter anderem darum soll es am Mittwoch beim Treffen gehen. Zudem wird ein Mitglied des Bund Naturschutzes über ein Gegengutachten zum Verkehrsaufkommen, auf dem der Ausbau basiert, sprechen. (kat)

 


 

Petition der BI - Pfuhler Ried an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages



 

An den
Deutschen Bundestag
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin


13.03.2015




Petition der


1. Frau Christel Balser, Prader Strasse 8a, 89233 Neu-Ulm
2. Frau Eva Mettke. Hindenburgstraße 19, 89233 Neu-Ulm
3. Herrn Wolf-Dieter Franz, Rapsweg 20, 89233 Neu-Ulm
4. Herrn Walter Zerb, Breitäckerweg 41, 89233 Neu-Ulm


und von sämtlichen weiteren Unterzeichnern dieser Petition entsprechend der im Anhang beigefügten Unterschriftenliste.


Beschwerde über:
Den geplanten vierspurigen, 31m breiten autobahnähnlichen Ausbau der B10 von
Neu-Ulm (St 2021) bis Autobahnanschlussstelle Nersingen (A7)


Ziel unserer Beschwerde:
--Die Beibehaltung des jetzigen Ausbauzustandes der B10 zwischen der Staatsstraße 2021 und der Abfahrt Burlafingen/Steinheim, einem Abschnitt von ca. 3,9 km Länge.
--Für den genannten Straßenabschnitt wird die Herausnahme des geplanten Ausbaus aus dem Bundesverkehrswegeplan, aus der laufenden Planung einschließlich dem Planfeststellungverfahren, und die Beschränkung des Ausbaus auf den Abschnitt der B10 zwischen der Abfahrt Burlafingen/Steinheim bis zur A7 verfolgt. Ferner der Stopp eventuell begonnener Maßnahmen zur Vorbereitung des Ausbaus und eines begonnenen Ausbaus.
Beschwerde gegen
Die Bundesrepublik Deutschland, die Regierung von Schwaben als Genehmigungsbehörde und das staatliche Straßenbauamt als ausführende Behörde.


Begründung:


--Das angegriffene Vorhaben befindet sich in der Genehmigungsphase. Ein Planfeststellungsbeschluss ist noch nicht ergangen.


--Die vorhandene Fahrbahnbreite beträgt 2x 4m. Straßen dieser Größe haben nach den RAS eine Kapazität von 20.000 Kfz/Tag. Im Jahr 2010 wurden für den relevanten Streckenabschnitt 17.264 Fahrzeuge gezählt.
Die Planungen sehen nun vor, dass die vorhandene Straße von 8 m auf 31 m verbreitert wird, Standard-RQ 31. Straßen dieser Größe haben eine Kapazität von bis zu 60.000 Fahrzeugen.


Mit dieser Planung sollen nun Kapazitäten in Höhe des 3,5-fachen der im Jahr 2010 gezählten Belastung geschaffen werden.


-- Der geplante Ausbau führt zu einem enormen Flächenverbrauch mit entsprechender Versiegelung des Bodens, beides in einem wertvollen Landschaftsschutzgebiet. Es handelt sich hierbei um das Donauried mit wichtigen Feuchtwiesen, auf denen u.a. die Feldlerche, welche auf der roten Liste steht, ebenso wie unzählige andere seltene Vogelarten brüten und die auch für durchziehende Vogelarten als Rastplatz genutzt werden. Im letzten Jahr konnten beispielsweise 70 Störche gezählt werden.
Aufgrund der deutlich höheren Geschwindigkeiten, die dann gefahren werden, werden sich Lärm, Abgase und Feinstaub massiv erhöhen. Ein wichtiges, stadtnahes Erholungsgebiet wird komplett entwertet. Die Anwohner des Stadtteils Burlafingen Süd werden hohen Lärmbelastungen ausgesetzt und den Bauern der Gegend gehen Flächen in der Größenordnung eines durchschnittlichen Hofes verloren. Zudem werden Ihnen große Umwege zugemutet.


-- Alltäglich während des Berufsverkehrs auftretende Staus gehen auf zwei Ampelanlagen vor und hinter der A7 zurück. Hier sind Abhilfemaßnahmen dringend notwendig, sei dies nun der Ausbau des A7-Anschlusses zum vollen Kleeblatt oder lediglich zwei Kreisverkehre oder die Kombination von Kreisverkehr mit Tunnel oder Bypass-Lösung. Außerhalb der Zeiten des Berufsverkehrs ist ohnehin ein guter Verkehrsfluss zu verzeichnen. Zur Lösung der Probleme während des Berufsverkehrs sind Maßnahmen im Bereich der A7 erforderlich aber auch ausreichend. Des 4-spurigen Ausbaus des geschilderten Streckenabschnitts bedarf es jedoch nicht.

--Gegebenenfalls ließe sich mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h, eventuell in Kombination mit einem Überholverbot, die Verkehrssicherheit zusätzlich erhöhen. Mit einer derartigen Geschwindigkeitsbegrenzung würden gleichzeitig auch die Kapazitäten der Straße erhöht werden.
Die gefahrene Höchstgeschwindigkeit für ein zügiges Vorwärtskommen generell nicht von Bedeutung. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang, dass Stehzeiten vermieden werden. Die Herstellung weiterer kreuzungs- und ampelfreier Einmündungen ist daher wesentlich wichtiger. Durch die Schaffung solcher kreuzungs- und ampelfreier Einmündungen im Bereich der Einmündung der Staatsstraße 2021 und innerorts von Neu-Ulm, an der Otto-Hahn-Straße/Otto Renner Straße ließe sich damit mit weit geringeren Kosten und ganz ohne Eingriffe in die Natur, ein wesentlich besseres Ergebnis für den Verkehrsfluß erzielen.


- der vierspurige autobahnähnliche Ausbau auf ca 3,9 Kilometer ist vollkommen unwirtschaftlich und unverhältnismäßig im Blick auf das, was dadurch tatsächlich erreicht werden kann. In Zeiten knapper Haushaltsmittel sollen nicht nur unsere Ressourcen an Natur und Landschaft geschont werden, sondern es sollen auch unnötige und unnütze Ausgaben im Straßenbau vermieden werden. Dies auch deshalb weil damit eher finanzielle Mittel für tatsächlich wichtige Vorhaben zur Verfügung stehen.


--Ausweislich des vom Straßenbauamt zur Begründung vorgelegten Verkehrsgutachtens führt die geplante Ausbaumaßnahme zu einer Entlastung der A7 und der A8. Dies verkehrt die sich aus dem Rang der einzelnen Straßen ergebenden Prioritäten. Es ist nicht akzeptabel, dass mit dem Ausbau einer Bundesstraße in sehr empfindlichen Naturland-schaften eingegriffen wird, um dann gut ausgebaute Fernstraßen wie die A7 und die A8 zu entlasten.


--Klimaschutz, der Schutz des Bodens und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen müssen auch hier konkret vor Ort stattfinden. Wenn wir von anderen Ländern fordern, ihre Natur zu erhalten und Wälder nicht abzuholzen, dann müssen auch wir auf überflüssige und umweltschädliche Straßenbauprojekte verzichten.